Antikorruptionsrichtlinie

Zweck

Diese Richtlinie legt die Verantwortung dar von Elcometer Ltd. als Unternehmenseinheit (einschließlich aller Niederlassungen weltweit) und aller Angestellten von Elcometer und seiner Niederlassungen (im folgenden “Gruppe” genannt) in Bezug auf die Befolgung und Durchführung der Positionen der Gruppe im Hinblick auf Bestechung und Korruption.

 

Sie gibt außerdem allen Angestellten der Gruppe Informationen und einen Leitfaden für das Erkennen von Bestechungs- und Korruptionsvorgängen und den Umgang damit.

 

Grundsatzerklärung

Es ist die Politik der Gruppe, alle Geschäfte in ehrlicher und moralisch einwandfreier Weise abzuwickeln. Die Gruppe vertritt einen Null-Toleranz-Ansatz gegenüber Bestechung und Korruption und verpflichtet sich darauf, professionell, fair und anständig zu handeln, bei allen Geschäften die irgendwo durchgeführt werden. Die Gruppe ist entschlossen, effektive Systeme gegen Bestechung einzuführen und durchzusetzen.

 

Gesetzgebung

Das Antikorruptionsgesetz 2010 wurde Teil der Englischen Gesetzgebung am 1. Juli 2011.

 

Bestechung ist ab jetzt strafbar sowohl für einzelne Mitarbeiter (bis zu 10 Jahren Gefängnis und Strafzahlungen in unbegrenzter Höhe) und für Firmen (unbegrenzte Strafzahlungen). Zusätzlich ist es jetzt ein Straftatbestand für Firmen, sich nicht um die Verhinderung von Bestechungen zu kümmern.

 

Das Gesetz gilt für alle Firmen in UK und alle Firmen außerhalb von UK sobald diese Geschäfte in UK abwickeln oder sobald sie gemanagt werden von Personen aus den UK. Daher gilt es genauso für die Elcometer Niederlassungen wie auch für Elcometer Ltd. in UK.

 

Wen betrifft diese Richtlinie?

Diese Richtlinie betrifft alle Angestellten (egal ob unbefristet, befristet oder vorübergehend), Berater, Prüfer, Subunternehmer, Agenturpersonal oder jegliche Personen die für die Gruppe Dienstleistungen erbringen (zusammenfassend im Folgenden „Mitarbeiter“ genannt.)

 

Was ist Bestechung?

Bestechung ist ein Vorteil finanzieller oder anderer Art der einer Person angeboten oder gegeben wird um einen kommerziellen, vertraglichen oder persönlichen Vorteil zu erreichen. (Zur Klarstellung: Das beinhaltet nicht Rabatte auf Produkte).

 

Gemäß dem Antikorruptionsgesetz 2010, stellt es seine Straftat dar, jemand anderes zu bestechen oder Bestechungsgeld zu erhalten. Darüber hinaus findet das Gesetz nicht nur Anwendung auf die tatsächliche Bezahlung mit Geld oder ähnlichem sondern jeder begeht auch schon eine Straftat wenn er eine Zahlung oder ähnliches anbietet oder verspricht oder auch fordert oder vereinbart, einen finanziellen oder einen anderen Vorteil zu erlangen.

 

Geschenke und Einladungen

Die Gruppe macht keine Geschenke oder Einladungen mit der Absicht jemanden zu überreden, etwas Unvorschriftsmäßiges zu tun oder um irgendwelche kommerziellen oder öffentlichen Personen in der Ausübung ihrer Pflichten zu beeinflussen. Die Gruppe wird keine Spenden an politische Parteien oder Wohlfahrtsstiftungen machen mit der Absicht, daraus irgendeinen kommerziellen Vorteil zu ziehen.

 

Diese Richtlinie untersagt nicht, Werbegeschenke mit geringem Wert zu machen oder zu erhalten oder Einladungen im normalen und angemessenen Rahmen anzunehmen. Wie im Elcomter Ltd. Handbuch für Mitarbeiter dargestellt, dürfen Geschenke oder deren Angebot oder auch jegliche Bewirtung oder Unterhaltungsprogramme im Werte über € 50,- nur mit der vorherigen Zustimmung eines Direktors angenommen werden.

 

Geschenke oder Einladungen, die getätigt oder angenommen werden, müssen angemessen und rechtfertigbar sein. Die folgenden Punkte sollen dafür als Orientierung dienen:

  • Geschenke oder Einladungen werden nicht in der Absicht getätigt, jemand Drittes zu beeinflussen, ein Geschäft zu erzielen oder aufrechtzuerhalten oder einen Geschäftsvorteil oder die Durchführung oder Aufrechterhaltung eines Geschäfts oder eines Geschäftsvorteils zu belohnen oder zum ausdrücklichen oder auch stillschweigendem Austausch von Gefälligkeiten oder Wohltaten.
  • Es ist kein gesetzwidriges Geschenk.
  • Es wird im Namen der Firma gemacht und nicht im Namen des Mitarbeiters/der Mitarbeiterin.
  • Es beinhaltet keine Zahlungen oder ähnliches (wie z.B. Geschenk- oder Warengutscheine).
  • Es ist den Umständen angemessen (z.B. kleine Geschenke in der Weihnachtszeit).
  • Dem Anlass ist es bzgl. Typ und Wert angemessen und wird zeitnah übergeben.
  • Es wird offen und nicht heimlich übergeben.

Dokumentation

Die Gruppe wird diese Vorgänge protokollieren und entsprechende interne Kontrollen durchführen welche den geschäftlichen Grund für Zahlungen jeglicher Art an Dritte offensichtlich machen.

 

Alle Mitarbeiter müssen sicherstellen, dass alle Abrechnungen, die sich auf Einladungen, Geschäfte oder Ausgaben die durch Dritte verursacht werden, übergeben werden in Übereinstimmung mit den Spesenrichtlinien die in jeder Firma gelten und müssen immer den Grund für diese Ausgabe dokumentieren.

 

Alle Konten, Rechnungen, Notizen und anderen Dokumente oder Aufzeichnungen mit Bezug auf Geschäftsbeziehungen zu Dritten, wie Kunden, Lieferanten, und andere Geschäftskontakte müssen mit hoher Genauigkeit und Vollständigkeit vorbereitet werden. Es dürfen keine Konten unterhalten werden außerhalb der regulären Buchhaltung um unangemessene Zahlungen zu erleichtern oder zu verschleiern.

 

Verantwortung der Mitarbeiter

Alle Mitarbeiter müssen sicherstellen, dass sie diese Richtlinien gelesen und verstanden haben und sich zu jeder Zeit daran halten.

 

Die Verhinderung, Entdeckung und Offenlegung von Bestechung und anderen Formen der Korruption sind die Verantwortung aller die für die Gruppe oder im Auftrag der Gruppe arbeiten. Alle Mitarbeiter sind verpflichtet, jegliche Aktivität zu vermeiden welche zu einem Bruch dieser Richtlinien führen oder sie in Frage stellen könnten.

 

Jede(r) Mitarbeiter(in) der/die diese Richtlinien bricht, wird disziplinarisch zur Verantwortung gezogen was bei grobem Fehlverhalten bis zur Entlassung führen kann. Wir behalten uns auch vor, unsere Vertragsbeziehungen mit anderen die für uns arbeiten zu beenden, wenn sie diese Richtlinien brechen.


Vortragen einer Besorgnis

Die Mitarbeiter werden ermutigt, einem Firmendirektor ihre Besorgnis über irgendwelche Vorkommnisse oder Verdachtsmomente bezüglich der Nichteinhaltung dieser Richtlinien so früh wie möglich vorzutragen.

 

Kein Mitarbeiter wird irgendeine nachteilige Behandlung erleiden als Folge davon, entweder sich geweigert zu haben, an einer Bestechung teilzunehmen oder als Folge davon, eine wirkliche Besorgnis über Bestechungen vorgebracht zu haben, selbst wenn diese am Ende ein Missverständnis gewesen sein sollte. (Nachteilige Behandlung beinhaltet Entlassung, Disziplinarmaßnahmen, Drohungen oder andere unvorteilhafte Behandlung im Zusammenhang mit der Vorbringung einer Besorgnis.)

 

Überwachung

Die Geschäftsleitung trägt die Hauptverantwortung, die Umsetzung dieser Richtlinien sicherzustellen.

 

Interne Kontrollsysteme und –prozesse werden regelmäßig überprüft werden um sicherzustellen, dass sie wirksam sind, Bestechung zu bekämpfen.

 

Alle Mitarbeiter sind verantwortlich für den Erfolg dieser Richtlinien und sollten sicherstellen, dass sie diese nutzen, um jegliche Gefahren und jegliches Fehlverhalten aufzudecken.